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Medienmitteilung des Gemeinderats

Betriebsanalyse Alterszentrum Sunnetal abgeschlossen
Die externe Betriebsanalyse, die im vergangenen November im Alterszentrum Sunnetal durchgeführt wurde, ist abgeschlossen. Die Ergebnisse zeigen, dass die zentralen Herausforderungen des Alterszentrums Sunnetal nebst der strukturell nicht optimal aufgebauten Organisation, die hohen Personalkosten, die einseitige Tarifpolitik (z.B. die Pflegerestfinanzierung) sowie die Effizienz bilden. Erste Massnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen wurden bereits ergriffen und sind in Umsetzung.

Ausgangslage
Der Betrieb des Alterszentrums Sunnetal ist in den letzten Jahren nicht kostendeckend geführt worden. Von 2016 bis 2018 resultierten kumulierte Verluste von rund Fr. 820'000.–. Deshalb beschloss der Gemeinderat im Frühling 2018 eine externe Betriebsanalyse durchzuführen, welche die Effizienz der verschiedenen Bereiche des Alterszentrums überprüfen und auf der Basis dieser Ergebnisse konkrete Massnahmen und Handlungsfelder im operativen und strategischen Bereich aufzeigen sollte. Das primäre Ziel der Analyse war es herauszufinden, ob und mit welchen konkreten Massnahmen das Alterszentrum Sunnetal nachhaltig kostendeckend betrieben werden kann. Diese Analyse wurde im November 2018 von der Firma H Focus in Baar durchgeführt.

Ergebnisse und Schlussbericht
Der Schlussbericht liegt nun vor und zeigt, dass die entscheidende Frage, ob das Alterszentrum Sunnetal in dieser Form bzw. Grösse überhaupt kostendeckend betrieben werden kann, mit «Ja, aber» beantwortet werden kann. Das heisst, um das Ziel der Kostendeckung erreichen zu können, muss der ganze Betrieb reorganisiert und neu aufgebaut werden. So hat sich gezeigt, dass die Hauptursachen für die grossen Verluste des Alterszentrums Sunnetal eine nicht auf die Betriebsgrösse angepasste Organisation, ein zu grosszügiger Stellenplan und eine ungenügende Effizienz bei den Abläufen sind. Mit 1,28 Stellen pro Bett liegt das Alterszentrum 0,35 Stellen über dem Benchmark, der sich bei 0,93 Stellen pro Pflegebett befindet. Die hohe Absenzrate, die starke Fluktuation und der erhebliche Aufwand für temporäres Personal trugen ebenfalls zu den überdurchschnittlich hohen Personalkosten bei und führten auch zu einem spürbaren Know-how-Verlust, insbesondere im Bereich Pflege und Betreuung, den es möglichst schnell wieder aufzubauen gilt. Trotz dieser Befunde war die professionelle Pflege und Betreuung der Bewohnenden jederzeit gewährleistet.

Umsetzung der Betriebsanalyse
Die genannten Mängel betreffen in erster Linie die operative Ebene und müssen rasch angegangen werden. Einige Projekte wurden auch schon in Angriff genommen und sind teilweise bereits in Umsetzung. So wurde im Bereich Pflege und Betreuung per 1. April 2019 ein neues Leitungsmodell festgelegt, das im Unterschied zum bisherigen Modell, das aus einer Pflegedienstleitung und zwei Teamleitungen bestand, nur noch eine Leitung Pflege und Betreuung und deren Stellvertretung vorsieht. Infolge der Kündigungen des Pflegedienstleiters und einer Teamleiterin per Ende März bzw. Ende April 2019 konnte dieses neue Leitungsmodell zügig eingeführt und ohne Kündigung aus reorganisatorischen Gründen personell neu besetzt werden. Die Funktion der Pflegedienstleitung übernimmt Corinne Lischer, deren Stellvertretung wird neu von Astrid Fässler wahrgenommen, die bisher eine Teamleitungsfunktion innehatte. Im Sinne des Ergebnisses der Betriebsanalyse werden die Stellen der beiden Teamleitungen nicht mehr ersetzt. Auch wenn diese vereinfachte Führungsstruktur durch bereits erfolgte Abgänge eingeführt werden konnte, lässt sich nicht verhindern, dass im Rahmen der Umsetzung der Resultate der Betriebsanalyse einzelnen Mitarbeitenden im Bereich Pflege und Betreuung aufgrund von Organisationsanpassungen gekündigt werden muss. Die entsprechenden Schritte wurden bereits eingeleitet. Die betroffenen Angestellten sind informiert.

Weitere Umsetzungsprojekte auf operativer Ebene
Neben den Organisationsanpassungen, die ausser dem Bereich Pflege und Betreuung auch die Hotellerie einschliesslich Bistro und Küche, die administrative Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung und die strategisch-operative Einbettung der betrieblichen Gesamtstruktur betreffen, werden auch verschiedenste Massnahmen zur Organisationsentwicklung ergriffen. Allem voran ist ein umfassendes Betriebskonzept für den ganzen Betrieb zu entwickeln, das auch die Präzisierung der Konzepte für die einzelnen Bereiche und Schnittstellen umfasst. Um diese Projekte auf operativer Ebene rasch und zielführend umzusetzen, hat der Gemeinderat für die weiterführende professionelle Begleitung durch die auf diese Prozesse spezialisierte Firma H Focus AG in Baar einen weiteren Nachtragskredit mit einem Kostendach von rund Fr. 43'600.– bewilligt. Diese Kosten belasten unmittelbar die Erfolgsrechnung 2019. Angesichts des betrieblichen Defizits von monatlich rund Fr. 30'000.–, erachtet der Gemeinderat diese Ausgabe als gerechtfertigt und mittelfristig gut investiertes Geld.

Der Gemeinderat gibt der konsequenten und nachhaltigen Beseitigung des Betriebsdefizits im Alterszentrum hohe Priorität und wird alle weiteren Umsetzungsschritte eng verfolgen.

Der Bericht zur Betriebsanalyse Alterszentrum Sunnetal ist auf der Gemeindewebsite abrufbar.

Weitere Auskünfte für Medienschaffende 
Leta Bezzola, Gemeindeschreiberin, leta.bezzola@faellanden.ch, Telefon 043 355 35 96
Tobias Diener, Gemeindepräsident, tobias.diener@faellanden.ch


Dokumente Bericht_Betriebsanalyse_Sunnetal.pdf (pdf, 507.1 kB)
2019_03_26_Gemeinderat_Faellanden_Medienmitteilung_Betriebsanalyse_AZS.pdf (pdf, 117.4 kB)


Datum der Neuigkeit 26. März 2019

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