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Fällanden - hier spiele ich gerne im Wald

Projekt Spielzeugfreier Kindergarten im Kindergarten Breiteli 1 und 2

Jeder zweite Mensch in der Schweiz leidet im Laufe des Lebens einmal an einer psychischen Erkrankung. Im Rahmen der Kampagne «Wie geht's Dir?» und dem Programm «Psychische Gesundheit bei Kindern und Jugendlichen» hat die Gesundheitsdirektion vom Kanton Zürich mit den Suchtpräventionsstellen das Projekt „der Spielzeugfreier Kindergarten“ konzipiert.

Unsere Kindergartenlehrpersonen, Martin Forster, Annina Clavadetscher und Vera Keller setzen dieses Projekt im Kindergarten Breiteli 1 und 2 in Fällanden um. Das Projekt findet zwischen Sport- und Frühlingsferien, vom 25.2. - 17.4.2019 (ca. 7.5 Wochen) statt. Herr Forster und Frau Clavadetscher haben zu diesem Zweck eine intensive Weiterbildung besucht. Sie werden von einer Fachperson der Suchtpräventionsstelle in allen Phasen unterstützt.

Das Ziel ist, dass die Kinder lernen...

  • ihre Gefühle verständlich auszudrücken,
  • andere zu verstehen,
  • Beziehungen aufzubauen,
  • Hilfe zu holen,
  • gemeinsam Lösungen zu finden,
  • Probleme zu erkennen und selber Lösungen zu entwickeln,
  • mit Langeweile umzugehen und
  • kreativ ihre Ideen umzusetzen.

Der „Spielzeugfreie Kindergarten“ ist ein Projekt zur Förderung der Lebenskompetenzen und die Kindergartenlehrpersonen erhalten die Gelegenheit, das Verhalten der einzelnen Kinder, für eine bessere Förderung, zu vertiefen.

Ganz wichtig:

  • Bitte informieren Sie ihr Kind nicht im Vorfeld über das Projekt.
  • Die Kindergartenzeiten sind wie gewohnt.
  • Die Kinder essen Znüni individuell oder in der Gruppe.
  • Geburtstage werden gefeiert.
  • Individuelle Förderung (IF, Logopädie, Psychomotorik), Deutsch als Zweitsprache (DaZ) finden wie gewohnt statt.
  • Das Turnen findet wie immer statt.
  • Ziehen Sie die Kinder praktisch und pflegeleicht an. In einer Tasche können wettergerechte Kleider zum Umziehen im Kindergarten deponiert werden (wenn es möglich ist).
  • Bei Unklarheiten oder Unsicherheiten melden Sie sich bitte sofort bei den Kindergartenlehrpersonen: 044 825 03 13.
  • Der Besuchsmorgen findet am 22. März 2019, von 08:15 – 11:50 Uhr statt.

Aber wie geht denn das, ein Kindergarten ohne Spielzeug?

Seit mehr als 15 Jahren führen Kindergärten das Projekt „Spielzeugfreier Kindergarten“ der Sucht und Präventionsstellen durch. Während diesen Wochen erhalten die Kinder einen Freiraum, den sie im Spiel eigeninitiativ, kreativ und nach eigenen Bedürfnissen ausfüllen können. Vorgefertigte Spielsachen, also Dinge, die von Erwachsenen für Kinder entwickelt wurden, werden weggeräumt. In der spielzeugfreien Zeit verpassen die Kinder keine wichtigen Lerninhalte.

Vorbereitend auf das Projekt mit den Kindern den Umgang mit Gefühlen thematisiert, d.h. sie üben diese wahrzunehmen, zu benennen und sie einander mitzuteilen.

Vor den Sportferien werden die Kindergärten mit den Kindern ausgeräumt. Die Kinder entscheiden, was zuerst in die Ferien geschickt wird – auch Spielsachen brauchen mal eine Pause.

Die Idee ist, dass die Kinder ohne eigentliches Spielzeug, welches als solches hergestellt wurde, auskommen. Bereits im Kindergarten vorhandenes Mobiliar wie Tische, Stühle, Gestelle usw. bleibt bestehen. Eventuell wird dieses Mobiliar ergänzt durch Alltagsmaterial wie z.B. Kartonschachteln, Tücher,  Seile, Körbe und Wäscheklammern. Diese Materialien lassen viel Spielraum für eigene Ideen, welche die Kinder kreativ und phantasievoll umsetzen. Im Spiel kommunizieren die Kinder intensiv, um miteinander z.B. etwas zu bauen oder ein Rollenspiel durchzuführen. So kommt es vor, dass es Kindern auch zwischendrin langweilig ist oder sie es nicht schaffen, sich in einer Gruppe zu integrieren.

Hat ein Kind ein Problem, das es nicht selber lösen kann, sitzt es auf den blauen Stuhl. Es schildert den vor dem Stuhl versammelten Kindern sein momentanes Gefühl und den Grund dafür, hört den Ideen und Vorschlägen der Kinder zu und setzt die passende Lösung anschliessend um. Die Kinder lernen so, ihre Gefühle wahrzunehmen, sich auszudrücken, sich einzufühlen und gewinnen dadurch an Selbstvertrauen.

Spielzeugfreier Kindergarten ist keine regelfreie Zeit. Die wichtigsten Regeln werden aus dem Regelkindergarten übernommen. Exkursionen in den Wald und Sport finden ebenfalls statt.

Rolle des Schulpersonals

Die Kindergartenlehrpersonen beobachten intensiv, geben keine Anleitungen und intervenieren nur bei Gefahr oder wenn ein Kind emotional in grosser Not ist. Sie sind wie anhin für die Kinder verantwortlich. Die Beobachtungen werden in einem dafür geschaffenen Beobachtungstool festgehalten.  Therapeutinnen, Heilpädagogin und DaZ-Lehrperson erfüllen ihren Auftrag wie gewohnt. Klassenassistenzen, Alltagsbegleitungsbegleitung und Senior/innen bekommen von der Klassenlehrperson einen konkreten Beobachtungsauftrag.

Zusammenarbeit mit Eltern

Mit dem Projekt ist die Zusammenarbeit mit den Eltern intensiver. Die Eltern wurden bereits anfangs Schuljahr am ersten Elternabend über die Absicht das Projekt durchzuführen informiert. Die Reaktionen waren sehr positiv.

Ein Informationsabend mit den Eltern fand am 17.01.2019 statt. Die Eltern wurden umfassend informiert und konnten Fragen stellen. Mit dabei war am Elternabend auch die Projektleitung von der Suchtpräventionsstelle Zürcher Oberland.

In der Mitte der acht spielzeugfreien Wochen haben die Eltern während einer Besuchswoche stundenweise die Möglichkeit, selber im Kindergarten zu sitzen und zu beobachten. Die Eltern dürfen natürlich jederzeit den Kindergarten besuchen.

Am Ende des Projekts wird mit den Eltern und Kindern einen Rückblickabend stattfinden. Gemeinsam mit Eltern und Kinder werden Fotos und kurze Filmsequenzen angeschaut. Die Beobachtungen der Lehrpersonen thematisiert, die Meinungen zum Projekt von Eltern und Kindern eingeholt und besprochen.

Der Besuchsmorgen findet am 22. März 2019, von 08:15 – 11:50 Uhr statt.

Einzelheiten über das Projekt und Organisatorisches kann hier heruntergeladen.


Blauer Stuhl
 

Dokument EA_Organisatorisches_und_Rahmenbedingungen.pdf (pdf, 41.2 kB)


Datum der Neuigkeit 20. Jan. 2019

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